Kopfläuse: Was hilft gegen die kleinen Plagegeister?

Kopfläuse (Pediculus humanus capitis) leben auf menschlichen Köpfen und sind vor allem bei Kindern vorzufinden. Die Läuse fühlen sich im Haar wohl und verbreiten sich durch Kopf-zu-Kopf-Kontakt, zum Beispiel beim Kuscheln. Wie Sie Läuse erkennen und durch eine geeignete Behandlung bekämpfen können, erfahren Sie hier.

Ein Mädchen kratzt sich am Kopf, da sie Kopfläuse hat.


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So erkennen Sie Läuse im Haar: Alles zur Kopflaus und den Symptomen

Der Kopf juckt oder Sie sehen, wie sich Ihr Kind ständig am Kopf kratzt? Das können erste Hinweise auf einen Kopflausbefall sein. Aber es muss nicht zu diesen Symptomen kommen. Bleiben Sie deshalb wachsam und sobald Ihnen zu Ohren kommt, dass es in Ihrem näheren Umfeld zu einem Lausbefall gekommen ist, werden Sie aktiv. Im nächsten Schritt suchen Sie die Haare gründlich vom Ansatz bis zu den Spitzen nach den kleinen Parasiten und deren Eiern ab. Bei Bedarf verwenden Sie dazu, neben einem Läusekamm, zusätzlich eine Lupe. Aber auch ausreichend helles Licht hat sich als sinnvoll erwiesen.

Um die kleinen Krabbeltiere zu finden, ist es sinnvoll zu wissen, wie sie aussehen und wo sie sich überwiegend aufhalten.

Läuse , Eier und Nissen leicht erkennen:
Kopfläuse Eier/Nissen
  • 3 bis 4 Millimeter1
  • durchsichtig grau1
  • nach dem Blutsaugen rötlich-braun1
  • 6 Beine mit klauenartigen Fortsätzen1
  • circa 0,8 Millimeter1
  • weiss oder gelb gefärbt
  • sehen aus wie Schuppen, stecken aber fest
  • die leere Schale (Nisse) bleibt zurück, sobald die Eier verlassen werden

Eine Kopflaus durchläuft in ihrem Leben mehrere Wachstumsphasen. Alles beginnt mit einem sandkorngrossen Ei, das aus einer widerstandsfähigen Chitinhülle (Nisse) besteht.2 Daraus schlüpft nach etwa 7 Tagen die junge Laus – auch Larve oder Nymphe genannt.2 Bis aus der Nymphe eine ausgewachsene Kopflaus wird, häutet sie sich dreimal.2

Die erwachsenen Parasiten leben dann im Schnitt zwischen 20 und 30 Tage.2 Eine typische Körpereigenschaft der Kopfläuse sind ihre 6 mit Häkchen versehenen Beine. Mit ihnen sind sie in der Lage, sich sehr gut an den Haaren festzuklammern. Sie können aber weder springen noch haben sie Flügel zum Fliegen, weshalb ihre einzige Fortbewegungsmöglichkeit das Krabbeln ist. Läuse atmen über je 7 Atemöffnungen auf den Körperaussenseiten.1

Gut zu wissen: Oft verwenden Laien die Wörter Eier und Nissen als Synonyme – das ist jedoch nicht richtig. In dem oval-förmigen Ei entwickelt sich die Larve, bis sie schlüpft. Wenn das Tier das Ei verlassen hat, bleibt die leere Eihülle aus Chitin zurück, die Experten Nisse nennen. Wenn also umgangssprachlich von Nissen gesprochen wird, sind eigentlich die Eier gemeint. Weder die Eier noch die Nissen sind von den Haaren leicht abzustreifen, da sie mit einem festhaftenden Sekret an ihnen kleben. Besonders häufig befinden sie sich an ihren Lieblingsplätzen hinter den Ohren oder im Nacken.3

Die kleinen Tiere verlassen nur selten den Kopf des Menschen, da sie sich ausschliesslich von menschlichem Blut ernähren. Dabei benötigen Kopfläuse alle 2 bis 4 Stunden Nahrung vom Wirt.3 Bei ihrer Mahlzeit geben sie ein blutgerinnendes Gift ab, das den unangenehmen Juckreiz verursacht. Ohne regelmässige Nahrung sterben Läuse in der Regel innerhalb von 48 Stunden.3

Behandlung, Verhaltenstipps und Vorbeugung bei Läusen

Kopfläuse befallen hauptsächlich Kinder, da sie oft ihre Köpfe beim Spielen und Toben zusammenstecken. Somit bietet sich den Parasiten die Möglichkeit, von einem Wirt zum nächsten zu krabbeln. Dennoch bleiben auch Erwachsene nicht von Läusen im Haar verschont – in den meisten Fällen bekommen sie diese beim Kuscheln mit ihren Kindern.

Da ein Lausbefall häufig die gesamte Familie und auch den Freundeskreis betrifft, ist eine rasche Behandlung der Läuse sowie das Einhalten gewisser Regeln essenziell.

Die richtige Behandlung von Läusen

Kopfläuse sind zwar lästig, aber nicht gefährlich. Dennoch ist schnelles Handeln gefragt, um den Plagegeistern den Kampf anzusagen. Sie können bei der Behandlung von Läusen hauptsächlich auf 2 verschiedene Mittel zurückgreifen:

  • chemische Pedikulozide: Sie wirken auf das Nervensystem der Läuse, aber weniger auf die Eier. In den kommenden Jahren ist in der Schweiz mit vermehrten Resistenzen auf die Wirkstoffe zu rechnen.4
  • physikalisch wirkende Pedikulozide: Die Inhaltsstoffe blockieren die Atemöffnungen der Läuse sowie Eier und töten sie so ab.

    Wenden Sie die Produkte immer so, wie in der Packungsbeilage beschrieben, an.

Eine Mutter kämmt mit einem Läusekamm die Läuse im Haar ihrer Tochter raus.



Aufpassen Es geistern oft Mythen und Hausmittel umher, wie Sie Läuse entfernen können, zum Beispiel durch ätherische Öle oder Hitze. Doch seien Sie vorsichtig: Die Wirksamkeit ist nicht bewiesen und die Anwendung birgt Gefahren. Während ätherische Öle unter anderem Allergien auslösen können, ist die warme Fönluft oder ein Saunabesuch nicht ausreichend heiss genug, um Kopfläuse zu töten. Zudem kann zu viel Wärme zu Verbrennungen der Kopfhaut führen.

Vertrauen Sie auf ANTI-BRUMM® by Elimax®, das ganz ohne Chemie, Silikon und Insektizide auskommt. Sowohl das Shampoo als auch die Pure Power Lotion bekämpfen Kopfläuse und beugen einem erneuten Befall vor – Laus Stopp 2in1. Die Läuse und Eier ersticken und trocknen aus.

Für einen optimalen Effekt kämmen Sie nach der Produktanwendung die Haare Strähne für Strähne mit einem speziellen Läusekamm durch. Streifen Sie den Kamm nach jedem Mal an einem Taschentuch ab.

Im Normalfall reicht eine Anwendung des ANTI-BRUMM® by Elimax® Shampoos oder der Lotion aus. Um auf Nummer sicher zu gehen, kontrollieren Sie nach der Behandlung die Haare in den nächsten Tagen auf Läuse und Eier. Falls neue Tiere auftauchen, muss die Behandlung nach 7 Tagen wiederholt werden. Ihre Kinder dürfen aber schon nach der ersten Behandlung wieder in Schule und Kindergarten.

Verhaltenstipps bei Kopfläusen

Wenn Sie bei sich oder Ihren Kindern Läuse im Haar erkennen, müssen Sie sich nicht schämen, denn es ist kein Zeichen mangelnder Hygiene. Der Parasitenbefall kann jeden treffen. Dennoch gibt es einige Dinge, die Sie beachten müssen. Informieren Sie umgehend die Betreuungseinrichtungen Ihres Kindes, wie Schule und Kindergarten. Zusätzlich müssen Sie in der Schweiz weitere Stellen benachrichtigen. Allerdings ist es von Kanton zu Kanton unterschiedlich (es können unter anderem Gesundheitsamt, Gemeinde, Schularzt, Erziehungsdirektion oder Schule sein).3 Lassen Sie sich in Ihrem betreffenden Bezirk beraten.

Zudem sind Sie als Eltern verantwortlich, die Behandlung gegen die Läuse zu starten. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sagen Sie dem engen Freundeskreis und der Familie, mit denen es in letzter Zeit zu engem Kontakt kam, Bescheid. Diese können sich somit vorsorglich auch auf Kopfläuse absuchen.

Weitere nützliche Informationen im Überblick:

  • Bürsten und Kämme reinigen: Legen Sie Haarspangen, Kämme und Haargummis für 10 Minuten in 60 Grad Celsius heisses Seifenwasser ein.5 Das tötet in den meisten Fällen daran haftende Kopfläuse.
  • lange Haare zusammenbinden: Ein Zopf kann die Übertragung auf andere Menschen erschweren.
  • Plüschtiere, Bettwäsche und Kleidung in Ruhe lassen: Gegenstände müssen Sie nicht weggeschmissen oder speziell reinigen, da sich die Parasiten selten vom Kopf wegbewegen. Packen Sie jedoch zur Sicherheit Plüschtiere und Co. in einen Sack und schliessen ihn für ein paar Tage. Läuse sterben ohne ihre regelmässige Blutnahrung.
  • Familienmitglieder untersuchen: Beobachten Sie in den nächsten Tagen auch die Köpfe der übrigen Mitmenschen in Ihrem Haushalt.
Somit reicht es vollkommen aus, sich auf die Haare und den Kopf zu konzentrieren und zusätzlich Bürsten zu reinigen. Andere Massnahmen sind, neben dem Kontaktieren der betreffenden Leute, nicht notwendig.

Wie beugen Sie Kopfläusen vor?

Es gibt keine hundertprozentige Garantie, wie Sie sich und Ihre Lieben vor einem Lausbefall schützen können. Dennoch hilft es, die Köpfe und Haare gründlich zu kontrollieren, sobald ein Befall in der Umgebung bekannt ist. Zudem sind Kopfbedeckungen empfehlenswert. Das Tragen von Caps, Mützen und breiten Stirnbändern verringert die Wahrscheinlichkeit, Kopfläuse zu bekommen.

Auch die Produkte von ANTI-BRUMM® by Elimax® haben durch ihre Doppelwirkung einen vorbeugenden Effekt, dank des enthaltenen LPF®-Faktors.

LPF® (Lice Protection Factor) Die Präparate beugen dank dem beigefügten Läuseschutzfaktor einem erneuten Befall vor. So neutralisiert der Inhaltsstoff einerseits die elektrische Ladung der Haare und erschwert die Fortbewegung der Parasiten. Andererseits verströmt er einen für Läuse unangenehmen Geruch. Die Kombination aus beiden Effekten macht die Haare für Kopfläuse unattraktiv.

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1 PharmaLearn Dr. sc. nat. Christina Ruob Fuchs: Wie sieht sie aus. URL: http://lausinfo.ch/index.php/de/die-kopflaus/wie-sieht-sie-aus (21.12.2020).

2 PharmaLearn Dr. sc. nat. Christina Ruob Fuchs: Vom Ei zur Kopflaus. URL: http://lausinfo.ch/index.php/de/die-kopflaus/vom-ei-zur-kopflaus (21.12.2020).

3 Schweizerische Gesellschaft der Kopflaus Fachleute: Das Leben einer Kopflaus. URL: http://sgkf.ch/kopflausinfo/ (21.12.2020).

4 PharmaLearn Dr. sc. nat. Christina Ruob Fuchs: Chemische Pedikulozide. URL: http://lausinfo.ch/index.php/de/behandlung/behandlungsmethoden/chemische-pedikulozide (21.12.2020).

5 PharmaLearn Dr. sc. nat. Christina Ruob Fuchs: Merkblatt: Behandlung von Kopfläusen. URL: http://lausinfo.ch/index.php/de/merkblatt/merkblatt-deutsch (21.12.2020).