West-Nil-Fieber: Übertragung, Verbreitung und Symptome

Beim West-Nil-Fieber handelt es sich um eine tropische Erkrankung, die durch Mücken von Vögeln auf den Menschen übertragen wird. Der Erreger, das West-Nil-Virus, ist mittlerweile weltweit in unterschiedlichem Ausmaß verbreitet. Oftmals verläuft eine Infektion ohne oder nur mit leichten Symptomen. Allerdings kann das West-Nil-Fieber in schweren Fällen (bei circa 0,1 % der Infizierten) auch zum Tod führen. Wir klären Sie über Symptome, Verbreitung und Behandlung der Erkrankung sowie über mögliche Übertragungswege auf. Außerdem klären wir die Frage, ob das West-Nil-Fieber ansteckend ist.

Fieber ist ein Symptom des West-Nil-Fiebers.

Verbreitung und Übertragung des West-Nil-Fiebers

In letzter Zeit macht das West-Nil-Fieber Schlagzeilen: Es gibt zunehmend Berichte von tödlich verlaufenden Infektionen in Griechenland, Italien und Serbien.1 Auch von einer Ansteckungsgefahr in unseren Breiten ist die Rede. Zwar kann eine Infektion mit dem West-Nil-Virus durchaus gefährlich werden – dennoch ist es nicht nötig, in Panik zu verfallen.2 Denn komplizierte Verläufe sind die Ausnahme.

Das West-Nil-Fieber findet sich vor allem in

  • Afrika,
  • dem mittleren Osten,
  • Indien,
  • in Teilen Südostasiens sowie
  • in Nord- und Mittelamerika.

Es ist eine virale Erkrankung, die hauptsächlich bei Vögeln auftritt und durch diese verbreitet wird. Über Mücken, die infizierte Vögel stechen, wird das Virus auf Menschen (oder Tiere wie Pferde) übertragen. Zugvögel bringen die Infektionskrankheit in den Sommermonaten auch in den Mittelmeerraum und bis nach Mitteleuropa. Es treten immer wieder regional gehäufte Ausbrüche des West-Nil-Fiebers auf.

Der Mensch kann sich nicht direkt bei einem anderen erkrankten Menschen oder Tier infizieren. Damit ist das West-Nil-Virus nicht ansteckend. Dennoch ist bekannt, dass bei Organtransplantationen und Bluttransfusionen oder während einer Schwangerschaft Viren von Mensch zu Mensch, respektive von Mutter zu Kind, gelangen können.

West-Nil-Virus in der Schweiz?

Bisher haben sich Menschen mit dem West-Nil-Virus ausschließlich im Ausland infiziert. Dennoch sind in den umliegenden Ländern, etwa Deutschland, schon Vögel und Pferde mit dem Krankheitserreger gefunden worden. Es besteht also die Möglichkeit, dass auch in der Schweiz infizierte Zugvögel unterwegs sind. Die Ansteckungsgefahr für den Menschen bleibt aber gering.

Infektionen mit dem West-Nil-Virus: Symptome sind meist unauffällig

Die Mehrheit der infizierten Personen entwickelt keine Beschwerden. Daher ist es auch schwierig, die tatsächliche Verbreitung der Erkrankung zu erfassen. Circa 25 % der Patienten mit West-Nil-Virus haben Symptome einer leichten Grippe:2

  • plötzliches Fieber
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Schüttelfrost
  • angeschwollene Lymphknoten
  • Abgeschlagenheit

Die Hälfte der Betroffenen entwickelt außerdem einen fleckigen Hautausschlag, der sich vom Rumpf auf die Gliedmaßen ausbreitet. In über 99 % der Fälle verschwinden die Symptome des West-Nil-Virus ungefähr nach 5 Tagen von allein wieder. Nur weniger als ein Prozent der Patienten leidet unter einem schweren Verlauf mit Gehirnentzündung (Enzephalitis) oder einer Hirnhautentzündung (Meningitis). Dann treten Lähmungserscheinungen, Muskelschwäche, epileptische Anfälle oder Seh- und Hörstörungen auf. Diese Komplikationen treffen vor allem ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Bei einer Enzephalitis sterben 15 bis 40 % der Patienten an den Folgen der Erkrankung.3

Der beste Schutz gegen das West-Nil-Virus heißt Mückenschutz

Eine ursächliche Behandlung des West-Nil-Fiebers gibt es nicht. Es können lediglich die Symptome gelindert werden. Impfungen gegen das West-Nil-Virus gibt es derzeit nur für Pferde. An einer Impfung für Menschen wird geforscht.

Welchen Schutz gegen das West-Nil-Virus gibt es? Die wirksamste Maßnahme ist es, Mückenstichen vorzubeugen. Mückensprays haben sich dafür am besten bewährt. Der Inhaltsstoff DEET in ANTI-BRUMM® Forte hält bis zu 6 Stunden Mücken fern. Es wurde vom Schweizer Tropeninstitut getestet und eignet sich auch für Reisen in die Tropen. Wer sich vor Mücken und Sonnenbrand gleichzeitig schützen möchte, greift auf ANTI-BRUMM® SUN 2in1 zurück. Ansonsten sollten Sie auf lange Kleidung achten und nachts unter Moskitonetzen schlafen.

Auch interessant:

1 DPA/aerzteblatt.de: West-Nil-Fieber: Tote in Griechenland, Italien und Serbien. aerzteblatt.de URL: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97493/West-Nil-Fieber-Tote-in-Griechenland-Italien-und-Serbien (05.12.2018)

2 Bundesamt für Gesundheit: West-Nil-Virus (WNV). URL: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/krankheiten-im-ueberblick/west-nil.html (19.12.2018)

3 Robert-Koch-Institut: West-Nil-Fieber im Überblick. rki.de URL: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/W/WestNilFieber/West-Nil-Fieber_Ueberblick.html#doc11434928bodyText5 (05.12.2018)