Mutter klärt Tochter über Mythen zu Kopfläusen auf.

Aufgepasst! Mythen rund um Kopfläuse im Faktencheck

Um Läuse ranken sich viele Gerüchte: Sie könnten springen, Krankheiten übertragen oder träten vor allem bei mangelnder Hygiene auf. Doch was ist eigentlich wahr und wo sollten Sie genauer hinschauen? Zeit, mal ein paar Mythen zu Kopfläusen unter die Lupe zu nehmen. Hier erfahren Sie mehr!

1. Mythos: Kopfläuse kommen von mangelnder Hygiene

Nein, für den Befall mit Kopfläusen spielt mangelnde Hygiene keine Rolle.1 Den Insekten ist es ziemlich gleich, ob Ihre Haare ungewaschen sind oder Sie diese gerade frisch shampooniert haben.2 Vielmehr scheint es, als würden sie an gewaschenen Haaren besser haften als an ungewaschenen oder fettigen.2 Bemerken Sie einen Kopflausbefall, hilft ausserdem kein gewöhnliches Shampoo, um die Parasiten wieder loszuwerden. Dafür benötigen Sie ein spezielles Mittel wie ANTI-BRUMM® by Elimax®. Es bekämpft gezielt Läuse sowie Nissen und sorgt dafür, dass es zu keinem neuen Lausbefall kommt.

Wichtig zu wissen:

Es gibt andere Läusearten bei Menschen, die sich fehlende Sauberkeit zunutze machen: Kleiderläuse fühlen sich – wie es der Name schon sagt – besonders wohl auf Kleidung. Unzureichende Körperpflege kann einen Befall begünstigen.2

2. Mythos: Haustiere übertragen Kopfläuse

Dieser Mythos ist schnell entkräftet: Haustiere übertragen die Insekten nicht.3 Kopfläuse gelten als reine Parasiten des Menschen. Das bedeutet, sie sind speziell an ihn angepasst, leben auf seiner Kopfhaut und können nur mit seinem Blut überleben.

Natürlich können auch Haustiere wie beispielsweise Hunde oder Katzen Läuse haben. Dabei handelt es sich aber um andere Arten, die sich ebenfalls sehr an die Gewohnheiten ihres Wirts angepasst haben und diesen deshalb nicht wechseln.

3. Mythos: Mützen, Bettwäsche und Co. müssen von Kopfläusen befreit werden

Kopfläuse benötigen alle 3 Stunden eine Blutmahlzeit und ernähren sich ausschliesslich von menschlichem Blut.2 Ausserhalb des Kopfes stehen ihre Überlebenschancen daher schlecht – ohne Nahrung sterben sie innerhalb von 55 Stunden ab.4 Deshalb haben Hygienemassnahmen im Haushalt eine geringere Bedeutung.1 Sie können diese dennoch vorsorglich vornehmen, um mögliche Übertragungswege zu unterbrechen. Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts lauten hierzu:1,5

  • Reinigen Sie Haarbürsten, -spangen und -gummis in heisser Seifenlösung.
  • Wechseln Sie nach einem Befall mit Kopfläusen Bettwäsche, Handtücher, Schlafanzug sowie getragene Wäsche und waschen Sie die Sachen bei 60 Grad.
  • Verpacken Sie Kopfbedeckungen, Schals, textiles Spielzeug oder Stofftiere und ähnliche Gegenstände, die mit den Läusen in Kontakt gekommen sind, für 3 Tage in eine Plastiktüte.

Haare, die sich auf Fussböden oder Polstermöbeln verteilt haben, lassen sich am besten mit einem Staubsauger entfernen.5

4. Mythos: Läuse können von Kopf zu Kopf springen

Verbreitet ist das Gerücht, dass Läuse von einem Wirt auf den anderen springen. Der Mythos stellt sich als falsch heraus. Kopfläuse können sich mit ihren Klammerbeinen nur krabbelnd fortbewegen und auch keine grösseren Strecken ohne ihren Wirt zurücklegen.1,2 Brauchen sie einen neuen Wirt, haften sich befruchtete Weibchen an die Haarspitzen und warten auf eine Gelegenheit, um auf den nächsten Kopf zu gelangen. Die Übertragung erfolgt also hauptsächlich durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch beziehungsweise von Haar zu Haar.

Abbildung Kopflaus: Ein Mythos lautet, Läuse könnten springen.

Gelegentlich kommt es auf einem indirekten Weg zu einer Übertragung – beispielsweise über Gegenstände: Das passiert nur dann, wenn mehrere Personen für kurze Zeit einen gemeinsamen Gegenstand nutzen, der mit Läusen im Haar in Berührung gekommen ist.1 Dazu zählen zum Beispiel Kämme, Haarbürsten, Schals, Kopfbedeckungen, Fahrradhelme oder Kopfunterlagen.

5. Mythos: Läuse können Krankheiten übertragen

Das Gerücht ist falsch. Kopfläuse (und auch Filzläuse) übertragen keine Krankheiten beziehungsweise gefährliche Krankheitserreger.2 Allerdings passiert es, dass sich Verletzungen, die durch das Kratzen juckender Stellen entstanden sind, infizieren.

Bei Kleiderläusen verhält sich die Sache anders: Sie tragen einen Erreger in sich, der das sogenannte bakterielle Läuserückfallfieber auslösen kann.6 Die akute Infektion äussert sich bei Betroffenen durch hohe Fieber-Episoden mit unspezifischen Symptomen wie beispielsweise Kopf- sowie Bauchschmerzen und Schüttelfrost.6

6. Mythos: Nur mit ärztlichem Attest dürfen Kinder in Kindergarten und Schule

Dieses Läuse-Gerücht ist nicht richtig. Kinder mit einem Kopflausbefall benötigen in der Schweiz kein ärztliches Attest, um während der Zeit des Befalls in den Kindergarten oder zur Schule gehen zu dürfen.7 Auch wenn es manchen Eltern und Kindern unangenehm ist, sollten Sie jedoch bei einem Befall umgehend alle wichtigen Personen und Einrichtungen informieren:

  • Kita/Kindergarten
  • Schule
  • Eltern der Kinder, mit denen Ihr Kind engen Kontakt hatte

Haben Sie Läuse entdeckt, gehen Sie so schnell wie möglich gegen diese vor. Nur so können Sie eine Ausbreitung stoppen. ANTI-BRUMM® by Elimax® bietet Ihnen die Möglichkeit einer effektiven Behandlung und lässt sich zudem einfach anwenden.

Werden die Läuse aufgrund einer konkreten Beobachtung in der Schule bei einem Kind festgestellt, informiert Sie die Einrichtung darüber. Durchsuchen Sie daraufhin den Haarschopf Ihres eigenen Kindes. Bestätigt sich der Verdacht, sollten Sie auch in dem Fall sofort mit einer Behandlung beginnen.

Tipp:

Es kommt oft vor, dass Kopfläuse während oder nach den Schulferien auftreten.7 Kinder treffen sich in ihrer freien Zeit häufig mit Freunden und stecken beim Spielen und Toben die Köpfe zusammen. Eltern sollten deshalb besonders in der letzten Ferienwoche die Köpfe auf Kopfläuse absuchen. Entdecken Sie einen Befall, heisst es alle Familienmitglieder zu kontrollieren und gegebenenfalls zu behandeln. So lässt sich eine weitere Verbreitung verhindern.

FAQs zu häufigen Kopflaus-Mythen

Die Kopflaus benötigt regelmässige Blutmahlzeiten, um überleben zu können. Deshalb verlässt sie das menschliche Haar in der Regel nicht freiwillig. Auf beispielsweise Kleidung oder Polstern erhält sie keine Nahrung und stirbt innerhalb von 55 Stunden ab.4

Nach einem Befall spielen Hygienemassnahmen im Haushalt eine untergeordnete Rolle.1 Um sicher zu gehen, dass sich die Kopfläuse nicht weiter verbreiten, waschen Sie benutzte Wäsche, Handtücher, Bettwäsche oder Schlafanzüge bei 60 Grad.5

Nein, durch mangelnde Hygiene kommt es zu keinem Befall mit Kopfläusen.1 Es ist auch unwichtig, ob Haare gewaschen oder ungewaschen sind. Tatsächlich scheint es, als würden Läuse an frisch gewaschenen Haaren besser haften als an schmutzigen oder fettigen.

2 Deutscher Apotheker Verlag Dr. Roland Schmiedel GmbH & Co. KG: Können Läuse springen? URL: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/08/28/koennen-laeuse-springen (05.04.2023).
3 Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt: Kopfläuse – weg damit! URL: https://www.bs.ch/publikationen/gesundheit/kopflauese.html (06.04.2023).
4 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Wie man Kopfläuse bekommt. URL: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/kopflaeuse/uebertragung/ (05.04.2023).
5 Techniker Krankenkasse: Läuse erkennen und bekämpfen. URL: https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/kinder-und-jugendliche/was-sind-kopflaeuse-2013206 (06.04.2023).
6 Schweizerische Eidgenossenschaft/Bundesamt für Gesundheit BAG: Läuserückfallfieber – das Wichtigste in Kürze. URL: https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/gesundheit/gesundheitsberufe/arzt_aerztin/impfungen_uebertragbare_krankheiten/merkblatt_laeuserueckfallfieber_bag.pdf (06.04.2023).