Borreliose: Borrelien werden durch Zecken übertragen

Borreliose wird durch Bakterien ausgelöst. Diese sogenannten Borrelien halten sich vorzugsweise im Darm von Zecken auf. Kommt es zum Stich, können die Erreger über die Blutbahn in den Körper des Menschen gelangen und zu unangenehmen Reaktionen und Symptomen führen. Ein geeigneter Schutz zur Vorbeugung eines Zeckenstichs und von Borreliose ist daher ratsam.

Zecke, die Borreliose überträgt - erkennbar durch Symptome wie roten Kreis um Zeckenstich

Erreger und Überträger der Borreliose

Die Borreliose (auch Lyme-Borreliose) wird durch eine Gruppe von Bakterien, die Borrelia burgdorferi sensu lato ausgelöst und ist neben FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) die Krankheit, die in Europa und in der Schweiz am häufigsten durch Zecken übertragen wird. Die Ursache hierfür liegt laut dem Bundesamt für Gesundheit darin begründet, dass 5 bis 30 % der Zecken Borrelien in sich tragen.1

Überträger der Infektionskrankheit Borreliose ist der sogenannte gemeine Holzbock (Ixodes ricinus), eine Zeckenart, die in der ganzen Schweiz verbreitet ist. Ein kurzer Steckbrief zum gemeinen Holzbock:

  • Grösse: 0.5 bis 7 Millimeter
  • Vorkommen: Wald, hohes Gras, Gebüsch
  • Wohlfühltemperatur: 10 bis 25 Grad Celsius
  • Jahreszeit: März bis Oktober

Wie alle Zeckenarten gehört auch der gemeine Holzbock zu den Spinnentieren. Erkennbar ist dies an den 8 Beinen. Neben dem Menschen sind auch Tiere wie Rehe, Mäuse oder Hirsche ein geeigneter Wirt für diese Zeckenart.

Der Krankheitsverlauf: Es gibt eine Vielzahl von Borreliose-Symptomen

Jährlich erkranken rund 10.000 Menschen an Borreliose.1 Dabei handelt es sich um eine sogenannte Multisystemerkrankung. Das bedeutet, dass die Symptomatik verschiedene Organe betrifft. Die Folge sind Borreliose-Symptome, die sich durch Probleme der Haut, des Nervensystems, der Gelenke und des Herzens äussern können. Nach dem Zeckenstich und einer Übertragung der Borrelien, können Betroffene beschwerdefrei bleiben oder es tritt ein Verlauf der Krankheit ein, der sich in 3 Stadien mit verschiedenen Symptomen unterteilen lässt.

Stadium I der Borreliose:
  • An der Stelle des Zeckenstichs bildet sich in 50 % der Fälle nach einigen Tagen oder sogar Wochen ein roter Kreis (Erythema migrans, Wanderröte); möglicherweise tritt ein heller Fleck in der Mitte auf.
  • Zudem können Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Myalgien (Muskelschmerzen) oder Lymphknotenschwellungen vorkommen.
Stadium II der Borreliose:
  • Wochen bis Monate nach dem Zeckenstich zeigt sich die Borreliose durch Schmerzen an der Stichstelle.
  • Weitere Borreliose-Symptome in diesem Stadium können Lähmungen, häufig im Bereich des Gesichtes, oder Entzündungen des Herzens sein.
Stadium III der Borreliose:
  • Monate bis Jahre nach der Lyme-Borreliose-Infektion kann sich eine Arthritis (entzündliche Gelenkerkrankung) festsetzen.
  • Die Haut, insbesondere Körperteile, die am weitesten vom Rumpf entfernt sind (zum Beispiel Finger oder Zehen), kann sehr dünn werden und wird dann als „Pergamenthaut“ bezeichnet.
  • Eine Entzündung des Nervensystems, wodurch Taubheitsgefühle oder Lähmungen als Symptome entstehen, ist möglich.
Lyme-Borreliose: Woher kommt der Name? Die Lyme-Borreliose wurde nach dem Ort Lyme in Connecticut, USA benannt. Dort traten sehr häufig Gelenkentzündungen nach Zeckenstichen auf, weshalb die Krankheit schliesslich nach dieser Stadt benannt wurde. Die Bezeichnung Borreliose stammt von den bakteriellen Erregern, den Borrelien.

Die Behandlung der Lyme-Borreliose

Da es im Gegensatz zur FSME-Erkrankung keine wirksame Impfung gegen Borreliose gibt, ist es wichtig, geeigneten Zeckenschutz zu verwenden. Kommt es trotzdem zu einer Infektion mit Borrelien, ist das Immunsystem meist in der Lage, die Krankheitserreger und Borreliose-Symptome selbst zu bekämpfen. Ist dies nicht der Fall und kann ein Arzt die Beschwerden einer Lyme-Borreliose zuordnen, veranlasst er zur Behandlung der Multisystemerkrankung in der Regel eine Antibiotika-Therapie. Die Behandlung wird entweder in Form von Tabletten oder als Infusion verabreicht.

Wie kann ich mich vor einer Borreliose-Zecke schützen?

Damit es gar nicht erst zu Borreliose-Symptomen und einer nötigen Behandlung kommt, sind Repellents hilfreich, die zum Beispiel auch zum Schutz vor Mücken eingesetzt werden. Wirkstoffe wie sie in ANTI-BRUMM® Zecken Stopp vorhanden sind, halten Zecken über 8 Stunden hinweg fern.

Auch helle und lange Kleidung kann nützlich sein, um Zecken frühzeitig zu erkennen oder sie abzuwehren. Am besten stecken Sie die Hose in die Socken, damit die Blutsauger nicht auf die Haut kommen. So können Sie das Risiko, von einer Borreliose-Zecke gestochen zu werden, minimieren.

Überträgt jede infizierte Zecke automatisch Borrelien? Warndreieck mit Zecke symbolisiert Gefahr vor Lyme-Borreliose Die Antwort lautet: „Nein“. Da sich die Borreliose-Bakterien im Darm der Zecke aufhalten und während des Zeckenstichs und des Blutsaugens erst genügend Energie aufnehmen müssen, ist es möglich, dass die Erreger es nicht rechtzeitig in die Blutbahn des Menschen schaffen. Erst nach circa 8 bis 12 Stunden steigt das Risiko der Borrelien-Übertragung. Bei nur 2,5 bis 5,6 % der Betroffenen in der Schweiz und in Deutschland konnte nach einem Zeckenstich eine Infektion mit Borrelien nachgewiesen werden.2 Das interessierte andere Leser:

1 Bundesamt für Gesundheit: Borreliose / Lyme-Krankheit. URL: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/themen/mensch-gesundheit/uebertragbare-krankheiten/infektionskrankheiten-a-z/borreliose-lyme-krankheit.html (22.03.2018)

2 Robert-Koch-Institut: Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Borreliose. URL: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Borreliose/Borreliose.html (22.03.2018)