Die Entwicklung der Zecke vom Ei zur geschlechtsreifen Zecke erfolgt über drei Stadien und kann je nach Witterungsbedingungen zwischen zwei bis drei Jahren dauern.

1. Larve
Aus dem Ei der Zecke schlüpft eine Larve. Diese ist circa 1,5 mm groß. Auf der Suche nach einem geeigneten Wirt befällt das winzige Tier meist einen Kleinsäuger, z.B. eine Maus. Bei der Blutmahlzeit von 3 bis 5 Tagen kann der Erreger der Lyme-Borreliose, die Borrelia burgdorferi-Bakterie, bereits von der Maus als Reservoirwirt auf die Zeckenlarve übertragen werden.

2. Nymphe
Nach der Blutmahlzeit fällt die Zeckenlarve von ihrem Wirt ab und häutet sich innerhalb der nächsten 1 bis 4 Monaten zu einer Nymphe. Diese ist dann circa doppelt so gross wie die Larve und geschlechtslos.

3. Erwachsene Zecke 
Zur Weiterentwicklung befällt die Nymphe wiederum einen geeigneten Wirt. Die Häutung zur erwachsenen geschlechtsreifen Zecke dauert dann mehrere Wochen.
Die adulten Weibchen sind mit 4 mm etwa doppelt so groß wie die Männchen. Sowohl männliche als auch weibliche Zecken saugen im Erwachsenenstadium erneut Blut, dabei befallen sie hauptsächlich größere Tiere wie Rehe und Hirsche. Diese dienen als Paarungstreffpunkte der Zecken. Nach der Paarung sterben die Männchen. Bei den Weibchen endet der Lebenszyklus mit der Ablage der circa 3000 Eier. Die Zecke bleibt während des gesamten Entwicklungsprozesses Trägerin von Borrelienbakterien.
 
Nicht nur Tiere sondern auch wir Menschen können in jedem Entwicklungsstadium zum Wirt werden.


Zoom: Lebenszyklus einer Zecke